Spielkreispost

AUGUST

Ein aufregendes Kindergartenjahr geht zu Ende
Vor genau 25 Jahren haben sieben engagierte Weyarner BürgerInnen (Gisela Strom, Ulrike Lachenmayr, Renate Schmid, Erhart Hübner, Vroni Zinsbacher und Martin Völtl) den Eltern-Kind-Spielkreis Weyarn e.V. aus der Taufe gehoben und damit den Weg geebnet für die Gründung der zweiten Kinderbetreuungseinrichtung in der Gemeinde Weyarn, hervorgegangen aus der damals 15 Jahre bestehenden privaten Initiative von Renate Völtl. Vielen Dank für euer Engagement und Durchhaltevermögen! Ihr habt damals viele Durststrecken überwunden auf dem Weg zur Gründung… wir führen euer Erbe fort: Ein Vierteljahrhundert später hat der Spielkreis im vergangenen Jahr eine weitere Klippe umschifft und der Fortbestand der einzigen Elterninitiative in der Gemeinde Weyarn ist gesichert – wir hoffen auf mindestens weitere 25 Jahre ).
Ein herzliches Dankeschön auch an all diejenigen, die uns im Lauf des Jahres mit Spenden unterstützt haben und so ihr Interesse an unserer Arbeit signalisiert haben. Besonders erwähnen möchten wir an dieser Stelle die großzügigen Spenden der Firma Fertigbeton Stieb, der Praxis für Sprachtherapie Claudia Bernrieder sowie dem Jubilar Herrn Heidenblut – aber auch den vielen kleineren und anonymen Spendern gilt unser großer Dank!
Im Kindergarten haben wir unsere Waldwochen diesmal mit einem gemütlichen Sommerwaldfest ausklingen lassen. Nachdem der Wettergott es doch noch gut gemeint hat mit uns, haben wir uns an einem Nachmittag alle an unserem Waldplatz versammelt. Nachdem unsere Vorschulkinder ein tolles Theaterstück zum Thema „Farben“ aufgeführt haben, ging’s erstmal ans Buffet, bevor sich alle in eine spannende Schnitzeljagd gestürzt haben. Die Eltern hatten anschließend Zeit, mal wieder gemütlich zu ratschen, während die Kinder Freundschaftsbänder geflochten haben, sich auf einem mobilen „Waldtrampolin“ gegenseitig zum Fliegen gebracht haben oder als Feen, Drachen und Traktoren geschminkt wurden. Müde und satt haben wir uns dann abends alle von unserem schönen Waldplatz verabschiedet.
Am letzten regulären Spielkreistag steht wieder unser Familienausflug an. Im August machen wir dann für drei Wochen die Tore zu, bevor wir am 27.8. erholt und ausgeruht in ein neues, spannendes Kindergartenjahr starten. Wir freuen uns darauf!


  • Gründungstag des Spielkreis Weyarn e.V. v.l.n.r.: hinten: U. Lachenmayr, V. Zinsbacher, E. Hübner, R. Schmid, vorne: R. Völtl (päd. Leitung), G. Strom. B. Mehrer

JUNI

Zukunft? Was ist denn das? Zuk? Zug? Was Schnelles? Ja, die Zukunft kommt oft schneller als man denken kann, das stimmt wohl. Aber wer die Vergangenheit nicht kennt, der wird sich auch in der Zukunft nicht gut zurechtfinden. Und deshalb haben die Spielkreiskinder Fotos von zuhause mitgebracht. Von früher, als Mama und Papa noch so richtig klein waren und bei Opa („also von Papa dem sein Papa?“) auf dem Schoß saßen oder Oma Erstkommunion hatte. Auch haben wir Bilder betrachtet auf denen Bauern mit Pferdegespann, 40köpfige Schulklassen und komische Autos zu sehen waren. Naja, komische Autos wird es in Zukunft wohl auch geben. Mit der Energie aus der Steckdose. Auch ganz großartige Häuser wird es da wohl geben. Mit vielen, vielen Pflanzen an den Wänden, die dämmend wirken und zugleich die Luft reinigen. Wie werden die Klassenzimmer von morgen aussehen? Wo kaufen wir unsere Semmeln ein? Über all solche Dinge machen wir uns Gedanken und versuchen sie auf Papier zu bringen. „Lernen von den Jungen: Kinder blicken in die Zukunft“ So heißt das Motto, unter dem alle Kinder der Gemeinde Weyarn gemeinsam überlegen, wie sie sich selbst und die Gemeinde Weyarn in der Zukunft sehen, was sie sich wüschen würden und was sie ändern möchten. Und was dabei herausgekommen ist, das können alle beim Zukunftsfest am 9. und 10. Juni selbst herausfinden. Ein roter Faden durch das ganze Fest wird allen Gemälden Platz geben. Wir freuen uns schon auf Fragen und interessante Gespräche mit euch!
Und weil eben die Zukunft oft schneller als man denkt vor der Tür steht: Wir vom Spielkreis machen uns auch auf den Weg in ein neues, völlig aufregendes und ungewisses Kindergartenjahr 2018/19. Die neuen Räumlichkeiten sind in unseren Köpfen bereits eingerichtet, der Garten liebevoll gestaltet und neue „Lieblingsorte“ in der Umgebung werden ausgemacht. Durch die neue Raumsituation haben wir noch mehr Möglichkeiten, die Kinder individuell und in Kleingruppen zu fördern. Das gelingt uns besonders, wenn wir für das kommende Jahr noch Unterstützung für unser Team bekommen. Sicherlich gibt es Möglichkeiten den „neuen“ Spielkreis mitzugestalten und die eigenen Ideen gemeinsam mit dem Team umzusetzen. Wer Spaß und Freude am Gestalten „neuer Wege“ hat, wer gerne im engen Kontakt mit den Eltern ist und sich engagiert in unser Team mit einbringen möchte, der ist bei uns richtig! Eine wertschätzende Haltung und Achtsamkeit, Kindern, Eltern und Team gegenüber, ist für uns selbstverständlich und setzen wir voraus. 
Ob Voll- oder Teilzeit, wir finden sicherlich das Richtige. Neugierig? 
Für weitere Informationen ruft uns gerne an (08020-7158), schreibt uns eine E-Mail (leitung@spielkreis-weyarn.de), oder schaut vorbei (J.-B.-Zimmermann-Str.6).



MAI

In den Ferien treffen sich klein und groß um gemeinsam den ganzen Tag lang um zu spielen, zu basteln und zu tüfteln. Keine Hausaufgaben stehen an und auch Nachmittagstermine, wie der Sportverein oder die Musikschule fallen aus. Auch sind bei weitem nicht so viele Kinder im Spielkreis, als zur Schulzeit. Alle Kinder können sich so richtig ausbreiten und finden oft in den Ferien neue Freunde, die sonst im Kindergartenalltag gar nicht richtig wahrgenommen wurden. Das schöne Wetter zieht uns nach draußen und so sind wir viel auf dem Spielplatz oder beim Sandburgen bauen in unserem Garten. 
Wir genießen die ruhige Zeit in der der Alltag draußen bleibt und auch das Kindergartenjahr hat noch ein wenig Zeit zum Verschnaufen… 
Trotzdem wird so einiges los sein: im Mai werden wir ein „Verwöhncafe“ veranstalten und gemeinsam wandern gehen. Aber alles gaaaaanz entspannt.
Wir freuen uns schon auf den Wonnemonat Mai!



APRIL

DER GASTEIG BRUMMT,

unter diesem Motto durften unsere Sternkinder (5-6jährigen) im März nach München in den Gasteig fahren. Überall im Gasteig brummte und summte es, erklangen Saxophon und Flöte, Hammerflügel oder Horn, Didgeridoo oder heller Gesang. Einen ganzen Tag lang duften hier unsere Kinder alles was mit Musik zu tun hat erleben und das selbstverständlich auch zum Anfassen!
Eine besondere Vorstellung gab es vom Münchner Kammerorchester. Acht Musiker bewegten sich virtuos durch zwei Oktette. Mit jeder Menge Temperament, Knarz- und Jaul-Geräuschen und einem »Jagdlied« entstand ein spannendes und überraschendes Klangabenteuer, dass unsere Kinder sehr beeindruckte.
Auch das Musiktheaterstück „Duo Papagena: »Ich dachte, ich wär ein Panther«“, bezauberte unsere Sterngruppe. „Wer bin ich? Wie soll ich sein? Wo bin ich Zuhause?” Solche Fragen musste sich die kleine Protagonistin des Musiktheaters immer wieder stellen. Woher sollte sie auch wissen, wer sie ist? Ohne Eltern kommt sie in einem alten, grünen Koffer zur Welt und hält diesen zunächst für ihre Mutter, bis sie in den Alltag anderer Tiere stolpert und unwissend sogleich deren jeweilige Gewohnheiten und Eigenschaften imitiert. Bald aber weiß sie eines sicher: Sie ist kein Koffer, kein Panther, kein Papagei und auch kein Biber.
Auf jeden Fall war der Ausflug zum Gasteig für alle ein tolles Erlebnis, das wir bestimmt nächstes Jahr wiederholen werden.
Musikalische und fröhliche Ostern wünschen alle Spielkreisler!



MÄRZ

Jetzt im Winter, nehmen wir uns mal ganz genau unter die Lupe. Was tut uns gut? Wie groß sind wir? Wie sehe ich aus? In unseren beiden Gesundheitswochen überlegen wir, was denn gesund für unseren Körper ist und probieren verschiedene Lebensmittel – ganz blind! Es heißt Apfel, Banane, Chips, Gummibärchen, Zitrone und vieles mehr an Geruch und Geschmack zu erkennen… gar nicht so leicht. Auch gibt´s am Müslitag Porridge. Der ist so bekömmlich, weil er warm den inneren Organen viel Energie zuführt, die man bei so wechselhaftem Wetter gut brauchen kann. Die Kinder lieben Porridge, also gibt es den jetzt öfter. 
Wir haben auch rausgefunden, daß es ja wirklich so ist, daß wir so groß sind, wie wir mit unseren ausgestreckten Armen zeigen können. Nach dem Wiegen haben wir Tiere gesucht, die so schwer sind, wie wir. Dachs, Pelikan, Wombat und co. haben wir ausgeschnitten und in die eine Schale der Waage auf unserem Blatt geklebt, auf der anderen Seite haben sich die Kinder selbst gemalt. Wir fotografieren unsere Gesichter und machen ein lustiges Spiel daraus (was die Eltern fast noch lustiger fanden, als die Kinder). 
Und was tut uns noch gut? Frische Luft! Wir sind viel draußen unterwegs. Wir spazieren nach Wattersdorf zum „neuen Spielkreis“, gehen auf den Spielplatz und machen einen Rundgang durch Weyarn. 
Was den Kindern sehr gefallen hat, war unsere lebenspraktische Übung nach Maria Montessori. Sehr konzentriert und gründlich wuschen sich die Kinder ihre Hände. Auch nach dem Morgenkreis suchten sie die Ruhe, das dieses Ritual ausstrahlte und wiederholten die Übung. „Da gehen nämlich die Pekterien weg“, erklärt uns Vali richtig.
 Unsere Spielkreiseltern luden wir zu einem Elternabend ein. Stefan Heberger erklärte uns sehr anschaulich, wann man von einem Notfall redet und was in dieser Situation zu tun ist und ging auf unsere Fragen ein. Die Reanimationspuppe und Stefan waren sehr geduldig mit uns 😊, vielen Dank für den informativen Abend!



JANUAR

(Fast) Alles neu macht … 2018

Nach vielen Jahren in den Räumen der Familie Klein ziehen wir voraussichtlich Ende 2018 in unsere neuen Räume in die Ziegelstr. 1 in Wattersdorf! Unser herzlicher Dank gilt dem Ersten Bürgermeister Herrn Wöhr, Frau Altenweger aus der Finanzverwaltung und unserem neuen Vermieter Herrn Prof. Dr. Demmelmeier, sowie den Mitgliedern des Gemeinderats und allen weiteren Unterstützern, die die Fortführung unseres traditionsreichen Kindergartens ermöglicht haben!

Vieles wird sich verändern, vieles wird gleich bleiben: Wir behalten unser bewährtes Konzept der altersgemischten Betreuung im „Netz für Kinder“ bei: Wir betreuen weiterhin Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren in 2 kleinen Gruppen à 12 bis 15 Kindern mit ausschließlich pädagogischem Personal und reger Elternbeteiligung (Kochen, Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Hauswirtschaft, Trägerschaft). Unsere bindungsorientierte, familienähnliche Struktur ermöglicht den Kindern Wachsen und Reifen in Geborgenheit und mit wenigen Übergangssituationen. Unsere Pädagogik richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder. Wir sehen jedes Kind als Individuum mit seinen Stärken und seinem Potential. Die Reggiopädagogik mit dem Konzept der Ganzheitlichkeit und die Montessoripädagogik, die das Kind als Baumeister seines Selbst sieht, sind unsere Maßstäbe. Absolute Wertschätzung den Kindern und deren Eltern gegenüber ist Voraussetzung für eine gute Entwicklung der Kinder. Es ist uns ein großes Anliegen gemeinsam mit den Eltern dem Kind ein bestmögliches Umfeld für ein selbstständiges Erkunden seiner Umgebung, seiner Gefühle und seiner Fähigkeiten zu ermöglichen.
Durch die neuen Räume haben wir jedoch auch neue Möglichkeiten: So haben wir mehr Platz für die Gruppen, aber auch für unsere Großen zur Hausaufgabenbetreuung und für die Kleinen zum Schlafen. Der Spielkreis möchte weiter in den neuen, barrierefreien Räumen in der Ziegelstr. 1 einen Platz für alle Kinder schaffen. Wir streben daher die Inklusion von Kindern (und deren Eltern) an, die in manchen Bereichen ein bisschen mehr Unterstützung brauchen. Hand in Hand mit den anderen Kindern sollen sie einen ganz normalen Alltag in der Tagesstätte erleben, aber gleichzeitig durch geschultes Personal und Fachkräfte, die vormittags zu uns ins Haus kommen die individuelle Zuwendung bekommen, die sie benötigen. Wir planen einen Fachdienstraum, den Logopäden, Heilpädagogen, und Ergotherapeuten nutzen können, der aber auch dem Personal für Kleingruppenarbeit/ Vorschule zur Verfügung steht. Durch den großen Garten und die weitläufigen Flächen ums Haus herum, haben wir viele Möglichkeiten die Natur zu genießen, zu spüren und zu begreifen und zu beobachten. Wir möchten unser bereits bestehendes naturpädagogisches Konzept ausbauen und vertiefen: Ein großes Hochbeet und ein fester „Naturtag“, sind nur zwei von vielen Ideen. Auch der Perspektive einer zusätzlichen Waldgruppe würde nichts im Wege stehen – aber eines nach dem anderen 😊.

Am unserem Tag der offenen Tür am 23.2.2018 von 13.30 bis 16.00 Uhr könnt ihr unsere Gruppen, unser Team und unser Konzept in den alten Räumen in der J.-B.-Zimmermannstr. 6 kennen lernen und von 15.00 – 16.00 Uhr die neuen Räume in Wattersdorf besichtigen.

Wir freuen uns auf euch!



JUNI

So wie andere Kinder mittags von der Schule heimkommen, steuern unsere derzeit neuen Schulkinder den Spielkreis, ihren sicheren Hafen, der vielen von ihnen seit dem dritten Lebensjahr vertraut ist, an.
Selbstsicher und stolz unterstützen sie die Kindergartenkinder und binden sie in unser familiäres Miteinander ein. Sie sind ihnen in vielerlei Hinsicht ein Vorbild.
Auch wir Erzieher freuen uns, Kinder über einen derart langen Zeitraum begleiten zu dürfen.
Wir erleben ihre facettenreiche Entwicklung, kennen ihre Besonderheiten und können bis hin zur Hausaufgabenbetreuung ihr Lernverhalten entsprechend einschätzen.
Als wir dann aber einen Blick auf den Herbst 2017 warfen, bemerkten wir, dass uns 19 Neuanmeldungen ins Haus standen, die unsere räumlichen Kapazitäten zur Hausaufgabenzeit gesprengt hätten.
Unsere Eltern, die ebenso wie wir, Teil des Spielkreises geworden sind, haben verständnisvoll und findig reagiert. In Absprachen reduzierten sie die Betreuung auf ein notwendiges Maß. Ihr Engagement führte letztlich zu einer ausgewogenen Gruppenstärke im Bereich der Schulkindbetreuung. So bleiben uns alle Kinder und Eltern erhalten. Danke für Euer Entgegenkommen!

Das Glück tritt gerne in ein Haus, wo gute Laune herrscht“
(japan. Weisheit)

Mit einem weiteren Blick auf den Herbst 2017 können wir allerdings noch auf freie Plätze im Kindergartenbereich verweisen. Bei Interesse an einem Kindergartenplatz im Spielkreis freuen wir uns auf Anmeldungen.

Spielkreis Weyarn, Tel.: 08020-7158


MAI

Juhuuu! Auf nach München! Diesmal machen wir uns auf den Weg ins Kindermuseum am Hauptbahnhof. Der Titel der aktuellen Ausstellung: „Alles klar? Wie kommunizieren wir?“
Und weil wir nicht unvorbereitet da hinwollen, beschäftigen wir uns schon länger mit diesem Thema. Was für ein schwieriges Wort! Was ist Kommunikation denn überhaupt?
Eine Woche zuvor dürfen die Vorschüler am Gruppentag aus einem Beutel Bilder ziehen. Sie sollen beschreiben, was sie darauf sehen. Schon das ist gar nicht so einfach. Bald wird uns klar, dass die Sprache sehr wichtig ist, wenn der andere das Bild nicht sehen kann. Die Kinder machen das richtig gut. „Eine Ampel“, „Ein Kind tröstet ein anderes, es scheint traurig zu sein“, „Ein Feuersalamander“, „Eine Frau, die die Augen geschlossen hat und die Seiten eines Buches mit den Fingern befühlt – oh, das hat komische Knubbel, das Buch“, „Ein Mann, der mit dem Handy telefoniert“, „ein Hund, der an einen Baum pinkelt“, „Alphörner und Buschtrommeln“ und viele Bildkarten mehr werden beschrieben.
Da meint Lasse irgendwann: „Na und wie hängt denn das alles zusammen, das verstehe ich nicht!“ Nach und nach erkennen wir, dass das alles Kommunikation ist. Jedes der Bilder zeigt eine Szene, in der mithilfe von Sprache, Zeichen oder auch Warnfarben und Gerüchen (Salamander und Hund) eine Verständigung stattfindet. „Also ist ja alles irgendwie Kommunikation!“ stellen die Kinder fest. Und zum Schluss lernen wir noch in Gebärdensprache zu sagen: „Hallo, ich heiße…“. Hierzu muss jedes Kind sich ein zu sich passendes Handzeichen zeigen. So hat in der Gebärdensprache ein jeder für seinen Namen, ein individuelles Zeichen (Wussten Sie, das die Gehörlosen Frau Angela Merkel ihre typische Handstellung, das mit Fingerspitzen geformte Dreieck, als Namen gegeben haben?)
Mit der Bahn am Hauptbahnhof angekommen, begeben wir uns zum Museum. Dort werden wir freundlich von Doris und Pascal empfangen, die uns durch die Ausstellung begleiten. Manchmal hapert es an der Verständigung, weil Pascal Marinus einfach nicht verstehen kann – der junge Mann aus München, scheint dem Bayrischen nicht mächtig zu sein. Das hält uns nicht davon ab, die Ausstellung ordentlich unter die Lupe zu nehmen. Es gibt viel zu sehen und auszuprobieren.
Nach knapp zwei Stunden verlassen wir glücklich und zufrieden das Museum und kommen wohlbehalten mit der BOB wieder in Holzkirchen an.
Was für ein schöner Ausflug! „Aber so richtig ausgekannt hat sich der ja nicht.“ stellt Alma fest und die anderen nicken. „Der wusste ja nicht einmal, dass doch ALLES Kommunikation ist!“ betont sie, breitet weltumfassend die Hände aus und grinst frech. „Der ist ja auch kein Spielkreiskind!“ ; )



MÄRZ

Wie lange doch 12 Minuten sein können! Die Fahrt nach Miesbach dauert für die Chamälions, unsere Vorschüler, gefühlt einen halben Tag. So ein Besuch im Atelier „Farbenspiel“ ist schon etwas Besonderes! Doch dann ist es soweit: „Da sind ja Stifte am Zaum dran!“ freut sich Alma und hüpft freudig Richtung Türe, wie die anderen auch. Schon wird die Türe geöffnet und Barbara Gerbl begrüßt uns freundlich.
Wir gehen staunend an lauter Kunstwerken, die andere Kinder gestaltet haben, vorbei ins Atelier. Barbara hat für uns etwas vorbereitet. Die Geschichte vom kleinen Blau, das das Teilen lernte. Gespannt lauschen wir der Erzählung und bestaunen die dazu gemalten Bilder im Kamishibai.
Nach der Geschichte setzen wir uns in einem Kreis auf den Boden und überlegen, wie denn die Farbe in die Flasche kommt und wie das früher so gemacht wurde. Damit die Farbe nämlich nicht wieder von den Wänden purzelt, wurde dem gemahlenen bunten Stein Wasser und Ei hinzugefügt. „Oder Blut!“, weiß Fillipa richtig, aber Ei finden wir dann doch die bessere Wahl für heute. Jedes Kind darf eine Farbe mischen… konzentriert und vorsichtig, versteht sich, denn die benutzten Pigmente sind teuer, aber auch giftig (unsere Pigmente natürlich nicht – sind ja für Kinder!).
Die Staffeleien werden aufgestellt und alle machen sich an´s Werk. „Weißt du,“ antwortet Simon mir, als ich frage, was er denn malen wolle, „ich mach‘ heut Kunst.“ Und das kann man wohl sagen! Für die entstandenen Kunstwerke hat Barbara für jeden sogar noch einen Rahmen, der noch fleißig angemalt wird.
Jetzt ist es langsam Zeit, wieder in den Spielkreis zu fahren und so machen wir noch eine kleine Reise in jedes Bild und Barbara schenken wir zum Schluss noch eine akustische „Rakete“. „War scho schee heid!“ meint Marinus.
Glücklich und mit knurrendem Magen kommen wir „zuhause“ an und Klaus, unser „Kochpapa“ wundert sich, dass das Essen heute ratzfatz weggemampft wird. So ein Ausflug macht eben ganz schön hungrig!



FEBRUAR

Endlich hat es geschneit! Der Schnee fällt vom Himmel und alles ist weiß. Wir gehen raus und bauen Schneefiguren aller Art, wir rodeln und machen Winterspaziergänge. Sogar nach Miesbach zum Schlittschuhlaufen gehen wir und auch im Alltag begleitet uns die Schneepracht. Wir forschen und experimentieren mit Schnee und gestalten schöne Winterbilder im „Atelier“.
Weiterhin begleiten uns unsere Gefühle durch das Jahr. Wir werden zusammen Wutkerlchen basteln und persönliche Gefühlsbarometer anfertigen. Im Spiegel Grimassen schneiden ist einfach und lustig! Ernst gucken ist da schon schwerer… oder sehr traurig schauen. Nach dem „Proben“ fotografieren sich die Kinder gegenseitig und die entstandenen verschiedenen Portraits verwenden wir für das Barometer. Wäscheklammer dran und fertig! Wir Spielkreisler stellen unser Barometer auf „gespannt“ und blicken mit viel Zuversicht ins neue Jahr.
Auch unser Elternabend war ein voller Erfolg. Die Referentin Simone Batek zeigte uns auf, wie wichtig positiver und wertschätzender Umgang – besonders zu unseren Kindern ist, was das bewirken kann und dass das nicht allzu schwer ist. Wir haben uns auf einen angeregten Austausch und die ein oder andere Erkenntnis gefreut.

Durch ein Kind wird aus dem Alltag ein Abendteuer, aus Sand eine Burg, aus Farbe ein Gemälde, aus einer Pfütze ein Ozean, aus Plänen Überraschungen und aus Gewohnheit Leben!



> Artikel Merkur “Spielkreis sucht Raum für Schulkinder” 19.1.2017


DEZEMBER

Seit Mitte Oktober findet dienstags immer unser „Gruppentag“ statt. An diesem Tag teilen sich die Kinder in die kleinen Bären (unsere Jüngsten), die lieben Leoparden (die schon „fast“ Großen) und die Vorschulkinder, die sich den Namen „die Chamäleons“ gegeben haben. Unsere kleinen Bären können an diesem Tag ganz ohne die älteren Kinder spielen. Gemeinsam machen wir viele Tanz- und Fingerspiele. Zusammen malen und basteln wir und genießen die Zeit ohne die anderen Kinder.
Die Leoparden werden dieses Jahr viel musizieren, und forschen – wir werden ein Atelier besuchen und zu kleinen Künstlern. Auch hier ist es schön, ohne die großen Kinder zu zeigen, was man schon alles gelernt hat und dass man auch ganz alleine auf tolle Ideen kommt.
Die Chamäleons tragen ihren Namen zurecht. In diesem letzten Kindergartenjahr erstaunen uns die Kinder immer wieder, wie facettenreich sie schon handeln und wie sie spielerisch ausprobieren und ausreizen, was sie so alles gelernt haben. Unglaublich! In der Gruppe fällt es den Kindern auch leicht in ihrem Tun zu versinken- keine kleinen, die „immer stören“.
Im Laufe dieses Jahres werden die Vorschulkinder u. a. „Wuppi“ dem außerirdischen Prinzen durch phonologisches Training (Ohrentrainig) auf seinen Thron verhelfen und im „Zahlenland“ für Ordnung sorgen.
Später treffen sich dann alle Kinder wieder im Garten und berichten, was sie tolles erlebt haben. Doch ohne Mütze, Schal und Handschuhe geht gar nichts mehr. Einfach zu kalt…
Nein, genau richtig für die Vorweihnachtszeit!
Im Spielkreis kehrt Ruhe ein und wir backen, singen und malen und basteln. Das Licht bleibt oft aus und im Kerzenschein genießen wir den Alltag ohne Stress.

„Dieses Jahr bekomme ich sicher viele Geschenke zu Weihnachten…
Ich war nämlich immer artig! Mal un- artig, mal eigen- artig,  ….aber immer einzig- artig.“
 
Wir vom Spielkreis wünschen Euch allen frohe, entspannte Weihnachtstage und einen guten Rutsch in´s neue Jahr.


SEPTEMBER

„Wie geht es dir?“ – Dies ist unser Jahresthema im neuen Kindergartenjahr. Vielleicht fragen Sie sich als Leser selber kurz, wie geht es mir?
In diesen vier kleinen Worten steckt so viel. Und die Antwort darauf wird immer anders sein: müde, glücklich, traurig… Welche Gefühle gibt es denn? Wie können wir unsere Gefühle zeigen und ausdrücken?
Gerade an den ersten Tagen, beim wieder ankommen in den Spielkreis ist man vielleicht sehr aufgeregt, auch die neuen Kindern sind mit Sicherheit gespannt, auf die anderen Kinder, die Räumlichkeiten, das Erzieherteam,…
Deshalb werden wir uns zu Beginn mit Kennenlernspielen, unseren Gefühlen beschäftigen und gemeinsam ankommen.

Über das Kindergartenjahr verteilt, werden wir immer wieder auf dieses Thema zurückkommen und kleine Projekte dazu machen- auch die Bewegung soll nicht zu kurz kommen, schließlich heißt es ja: „Wie geht es dir?“

Natürlich findet auch in diesem Kindergartenjahr der Wuzalhaufen statt. Dies ist eine Gruppe von Kindern im Alter von 0-2 Jahren in Begleitung eines Elternteils. Begleitet wird diese Gruppe von einer Mama aus dem Spielkreis und einer Erzieherin in Elternzeit. Leider können wir noch nicht sagen, an welchem Wochentag das Treffen stattfindet, da die Spielkreiskinder noch nicht wissen, wann wir in die Turnhalle gehen können. Aber sobald wir etwas Neues wissen, werden wir es mitteilen. Bei Interesse und weiteren Fragen, könnt Ihr jederzeit im Spielkreis unter 08020/7158 anrufen. Wir freuen uns!

Wir wünschen euch einen schönen Spätsommer !!


AUGUST

Ganz aufgeregt steigen die Vorschulkinder in den Gemeindebus und ab geht es nach Poing in den Wildtierpark. Um 17 Uhr kommen wir an. Die anderen Besucher gehen und wir haben den Park für uns ganz allein. Erstmal werden ausgiebig die Rehe gefüttert, die uns auf den Weg zu den Wölfen begleiten. Dort angekommen dauert es nicht lange und die Raubtiere komme nahe an den Zaun. Ein Streit bricht aus und wir hören, wie die Wölfe laut nacheinander schnappen. Das kracht ganz schön und wir gehen lieber alle einen Schritt zurück. „Wie süüüüß!“ kreischt Sofja und zeigt in´s Gehege. „Da sind ja Babys!“ Und tatsächlich können wir die kleinen Wolfswelpen beim Spielen beobachten.
Weiter geht es vorbei an Gänsen, Störchen und Nutrias. Die Kinder werden immer schneller, weil hinten schon die gewaltige Rutsche des Spielplatzes zu sehen ist. Wir suchen uns gemeinsam einen Brotzeittisch und dann wird ausgiebig der Spielplatz erkundet. Manche Kinder „laufen“ wie Geckos die Klettergerüste rauf und runter, manche setzen vorsichtig und bedacht einen Schritt vor den anderen. Nach einer üppigen Brotzeit und des Auftritts eines Pfaues, der direkt neben uns ein Rad ums andere schlägt, machen wir uns auf zum Bärengehege. Wir sind enttäuscht. Kein Bär weit und breit zu sehen. Doch da raschelt es weit hinten im Wald und gemächlich stapfen eins, zwe,i drei, vier Bären zu uns und stellen sich in Pose. Schade, dass wir keinen Lachs dabei haben! Wir gehen wieder zurück, vorbei an den Greifvögeln. Nico, Julius und Lasse unterhalten sich mit einem der Uhus. „HÄÄÄH!?“ kreischt dieser immer wieder laut und die Jungs liegen lachend am Boden.
Gemütlich schlendern wir vorbei an Wildmeerschweinchen, Wildschweinen, Wisenten und Ziegen. Langsam geht unser Futter aus und den Rest bekommen die schönen Rehe mit dem „weichen Fell auf dem Geweih“, die sich auch streicheln lassen.
Da beobachtet uns doch wer! Er ist rot, hat eine schwarze Schwanzspitze und freche Äuglein, die uns interessiert anblinzeln. Wir sind am Fuchsgehege angekommen und auch hier scheint es, als hätten die pfiffigen Kerlchen nur auf uns gewartet. „Was für ein Glück wir heute doch haben!“ seufzt Marie, die sicherlich auch einen der Füchse mit Heim nehmen würde.
Zu guter Letzt mustert uns ein Luchs noch ganz genau – er ist keinen Meter von uns weg. Da halten wir kurz die Luft an und werden ganz leise.
„Pfiad di, Poing!“ flüstert Mergiz und wir machen uns gegen 21 Uhr auf zum Bus. Der Parkplatz ist völlig leer – wir hatten den Wildtierpark nur für uns allein.

Wir wünschen unseren Vorschülern nur das Beste und euch allen eine tolle, entspannte und sonnige Ferienzeit!



JULI

„Wie oft noch schlafen, bis zum Übernachtungsfest?“ hat Nico, eins unserer Vorschulkinder, gefragt. Dieses Fest ist nur eins der vielen Besonderheiten im letzten Kindergartenjahr.

Das Übernachtungsfest ist so toll, denn die Vorschulkinder haben den Spielkreis ganz für sich alleine zum spielen, das Abendessen wird gemeinsam gekocht, eine kleine Nachtwanderung durch Weyarn und dann heißt es irgendwann schlafen gehen aufm Matratzenlager, natürlich mit Taschenlampen und dem Lieblingskuscheltier, morgens wird noch gemeinsam gefrühstückt natürlich mit einem leckeren Kindercappuccino.

Einen Kaffee, brauchen unsere Vorschulkindereltern mit Sicherheit beim Schultüten basteln, da wird eifrig geschnitten, geklebt um die Tüte mit Pferden, Tigern, Bären… zu gestalten.

Die Bären sehen unsere Vorschulkinder hoffentlich auch bei ihrem Ausflug in den Wildpark Poing, es geht aber erst am späten Nachmittag los, so können die Kinder die Tiere am Abend erleben.

Von Anfang an ist dieses letzte Jahr aber etwas besonderes, der Wuppi besucht die Kinder eine Zeit lang, den er braucht Hilfe um Ohrenkönig zu werden, das Zahlenland wird besucht, es gibt noch einen Ausflug zum Gasteig nach München ins Theater, …

Bevor es mit der Schule losgeht, dürfen wir aber alle erst mal die Sommerferien genießen, dabei wünschen wir euch viel Zeit zum gemeinsamen Spielen, Toben, Lachen,…

Eure Spielkreisler

Rechnen, Schreiben, Lesen, ABC und 1, 2, 3, das lernst du in der Schule und hast viel Spaß dabei!

Wir vom Spielkreis, wünschen allen neuen Erstklässlern viel Spaß, viele neue Freunde, nette Lehrer, eine tolle Schultüte,… für einen schönen Start in die Schule.


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JUNI

Montag ist Naturtag im Spielkreis. Bei gutem Wetter zieht es uns nach draußen. Gerne spielen die Kinder im „Räuberwald“ oder wir machen kleine Ausflüge und Spaziergänge in der Umgebung. Es gibt vieles zu entdecken. Hier ein Käfer – da schöne große Weinbergschnecken. Achtung! Brennnesseln! Auch die kleinsten wissen schon, daß man lieber einen großen Bogen um sie macht. Die Pflanze ist aber auch sehr wichtig für Insekten, und wir Menschen können daraus Tee, Pesto oder sogar Brennnesselbrot  machen. Hmmm! Lecker und gesund.

Spielt das Wetter mal so gar nicht mit, kommt uns „Fred“ besuchen. Fred ist eine Forscherameise, die immer wieder tolle Experimente für die Kinder dabei hat. Gemeinsam lösen die  Mädchen und Jungs mit Fred und seinem Freund schwierige Aufgaben und helfen den beiden oft aus der Patsche.

Im Juni beginnen unsere Waldwochen. Auch viele Eltern unterstützen uns im Wald und erleben gemeinsam mit uns die kleinen, schönen Dinge, die oft nur Kinderaugen sehen können. Jeden Tag werden die Kinder sicherer und trauen sich vieles zu, was sie sich vorher nicht gewagt hätten und huschen immer flinker über den unebenen Waldboden. Für diese 4 Wochen verwandeln sich alle in Waldwichtel und Wurzelkinder.