Konzeption und Geschichte

Unsere Bildungs- und Erziehungsziele

Unsere Einrichtung arbeitet nach dem bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan. Dabei gehen wir ganz individuell auf die dort beschriebenen Bildungs- und Erziehungsziele ein. Besonders wichtig sind uns hierbei:


Mathematische Bildung und Förderung
Voraussetzung für ein mathematisches Verständnis ist der spielerische Umgang mit Zahlen, Mengen, Formen und Raumvorstellungen. Da die Kinder von sich aus einen Neugier- und Entdeckungsdrang haben, erleben sie aktiv die Vorkenntnisse für mathematische Bildung. In unserer Einrichtung fördern wir mathematische Bildung unter anderem durch:

  • Den sinnlichen Umgang mit geometrischen Figuren, Konstruktionsmaterialien und Zahlen (z.B. Wasser schütten, Finger zählen…)
  • Formenpuzzle und Formenbox
  • Das Projekt Zahlenland

Bewegungserziehung und –förderung

Kinder haben den natürlichen Drang sich zu bewegen, deshalb ist es wichtig ihnen vielfältige Bewegungserfahrungen zu schaffen. Die Bewegung fördert die kognitive und soziale Kompetenz, weil die Kinder selbst aktiv sind und evtl. mit anderen Kindern in Kontakt treten. Wenn das Kind sich selbst bewegt, hat es das Gefühl etwas zu „können“ und erkennt und erlebt seine Grenzen, welche das Kind selber brechen kann. Bei den Kindern entwickelt sich ein positives Selbstwertgefühl und die Fantasie wird angeregt. In unserer Einrichtung fördern wir Bewegungserziehung unter anderem durch:

  • Vorbereitete räumliche Umgebung, welche die Kinder immer frei nutzen können
  • Kreisspiele und Musik
  • Besuch öffentlicher Spielplätze und unseres Gartens, Spaziergänge
  • den wöchentlichen Besuch in der Turnhalle
  • die alljährlichen Waldwochen

Umweltbildung und -erziehung
Die Kreativität und die Phantasie der Kinder werden durch den Umgang mit Naturmaterialien sowie der Tier- und Pflanzenwelt angeregt, weil sie viel mehr Entfaltungsmöglichkeiten haben als beim vorstrukturierten Spiel.
Durch die Begegnung mit der freien Natur wird das Selbstverständnis und Verhältnis zur Natur bei den Kindern gestärkt und gefördert. Die Kinder werden mit der Natur vertraut gemacht und bekommen durch die Wahrnehmung mit allen Sinnen einen emotionalen Zugang zur Umwelt, zudem erfahren sie Werte wie z.B. Erfurcht vor der Natur. In unserer Einrichtung fördern wir die Umweltbildung und Erziehung unter anderem durch:

  • Kennen lernen und Experimentieren der Natur (Wasser, Erde, Sand, Eis etc.)
  • Spielen mit Naturmaterialien
  • Spielen im Garten
  • Regelmäßige Waldtage bzw. Waldwochen

Weitere Bildungs- und Erziehungsziele

  • Musikalische Bildung und Erziehung
  • Sprachliche Bildung und Förderung
  • Ethische und religiöse Bildung und Erziehung
  • Informationstechnische Bildung und Erziehung, Medienbildung
  • Gesundheitserziehung

Das Projekt „Netz für Kinder“

Seit 1993 gibt es in Bayern das „Netz für Kinder“. Es ist ein weiterer Baustein im System pluraler Kinder-Betreuungsformen für Kinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren. Es soll die klassischen Angebote der Kinderbetreuung ergänzen. Die besonderen Merkmale des Projekte liegen in der Altersmischung der Kinder, der Gruppenstärke von maximal 15 Kindern und der Elternarbeit in der Betreuung.

Für pädagogische Einrichtungen wird verstärkte Familienorientierung über aktive Eltern- und Familienarbeit gefordert. Eltern wünschen mehr Mitbeteiligung in der Kinderbetreuung. Gerade in „Netz für Kinder“ wird die gewünschte Stärkung der Erziehungskraft der Familien durch die Mitarbeit in der Betreuung erreicht. Mütter und Väter erhalten Anregungen durch die pädagogische Fachkraft, erleben das Lebensumfeld ihres Kindes in der Gruppe und können dieses aktiv mitgestalten. Durch Offenheit, Vertrauen und Toleranz miteinander werden Eltern und Erzieher ein Team, die Arbeit der Erzieher wird transparenter und die Eltern sind kompetenter Erziehungspartner der Erzieherin.

Die Eltern unterstützen und begleiten die tägliche Erziehungsarbeit der pädagogischen Fachkraft, geregelt nach einem Dienstplan. Für die geleisteten Dienste erhalten die Eltern eine Aufwandsentschädigung.


Entstehungsgeschichte

Der heutige Spielkreis steht in einer mehr als 25-jährigen Tradition, seit März 1977 von Renate Völtl, Erzieherin und Mutter von drei Kindern als private Eltern-Kind-Gruppe gegründet. In dieser Gruppe entstand der Wunsch nach einer Kindertageseinrichtung, die von den Eltern mit getragen und mitgestaltet werden sollte.

Ein > Verein, der Eltern-Kind-Spielkreis e.V., wurde im Juli 1993 gegründet und fand im März 1994 Aufnahme in das, von der bayrischen Staatsregierung neu initiierte, Programm „Netz für Kinder“, als 10. Gruppe in Bayern. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt in den ersten drei Jahren vom Institut für soziale und kulturelle Arbeit in Nürnberg (ISKA). Sowohl vom pädagogischen Ansatz her und der Gestaltung der Arbeit mit den Kindern, als auch von den räumlichen Gegebenheiten und der aktiven Mitarbeit der Eltern, will der Spielkreis eine Alternative zum Regelkindergarten sein. Die familiäre Atmosphäre und das über Jahre gewachsene und immer wieder neu durchdachte Konzept ist es, was Eltern dazu bewegt, ihre Kinder in dieser Einrichtung anzumelden. So entstand aus einer Gruppe, die im Privathaus Völtl spielte, eine zweite Gruppe. Zunächst waren beide Gruppen im Kloster untergebracht. Der Eltern-Kind-Spielkreis ist seit September 1998 mit zwei Gruppen in den jetzigen Räumen bei Familie Klein, im ehemaligen Lebensmittelgeschäft, untergebracht.

Ein besonderes Anliegen ist es uns, nicht nur ein „Netz für Kinder“ sondern darüber hinaus ein Netz für die ganze Familie zu sein.